Früchtelexikon A-G

Ananas

Die Frucht der Ananaspflanze ist die aus der Mitte der Blattrosette austreibende, fleischig werdende Blütenachse, die sich zu einer 1-4 kg schweren, schuppigen Frucht, entwickelt. Das köstlich duftende Fruchtfleisch reifer Ananas ist gelb und saftig, der Geschmack süß-säuerlich.

Die Ananas wurde 1493 von Christoph Kolumbus auf Guadeloupe, Westindische Inseln, entdeckt. Die wichtigsten Anbauländer sind heute Brasilien, die Hawaii-Inseln, Indien, Indonesien, Mexico, die Philippinen, Thailand und Vietnam. Die Hauptlieferanten für Schweiz sind Costa Rica, die Dominikanische Republik, die Elfenbeinküste, Ghana, Honduras und Kenia. Das ganze Jahr über herrscht ein ausreichendes Angebot auf dem Markt.

Frische Ananas sind nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern sie unterstützen auch eine gesundheitsbewusste Ernährung. Ananas enthält als einzige Frucht in konzentrierter Form das Enzym Bromelin, das im Magen eiweißspaltend wirkt und somit die Verdauung fördert. Daneben enthalten Ananas Vitamin A und B, Calcium und wenig Kalorien. Ananas sind gut für eine straffe Haut und für ein festes Bindegewebe und beugen frühzeitiger Faltenbildung vor.

Ein sicheres Zeichen für die Reife einer Ananas ist der intensive Duft, der am besten am Stielansatz wahrzunehmen ist. Sind die Spitzen der einzelnen Schuppen auf der Schale braun gefärbt, so ist die Frucht trotz grüner Farbe reif.

Ananas werden meist frisch verzehrt. Hierzu schneidet man Blattschopf und Stielansatz ab und teilt die Frucht dann entweder in Scheiben oder Spalten. Danach werden alle Fruchtstücke von dem holzigen Kern befreit und die Schale abgeschnitten. Ob pur oder in süßen und herzhaften Salaten, als Belag für Kuchen und Torten, in Süßspeisen und Getränken, aber auch als Beigabe zu exotischen Curry-, Fleisch- und Fischgerichten - die hocharomatische Ananas ist eine außerordentlich vielseitig verwendbare Köstlichkeit.

Apfel

Ihr festes, knackiges Fruchtfleisch, der intensive, süßliche Geschmack und die erfrischende Saftigkeit sowie ihre einzigartige Sortenvielfalt – das sind die Gründe für die Beliebtheit von Äpfeln. Von den über 20.000 existierenden Apfelsorten haben ca. 30 größere Marktbedeutung, wobei ständig Neuzüchtungen auf den Markt kommen. Die Apfelsorten unterscheiden sich in Pflück- und Genussreife, in Lagerfähigkeit, in Geschmack (von säuerlich frisch bis nussartig süß und würzig), in Aussehen, Saftigkeit und Konsistenz des Fruchtfleisches. Die Lieblinge unter den Sorten sind: Jonagold, Elstar, Golden Delicious, Gala, Granny Smith, Braeburn, Cox Orange und Gloster.

Die Urheimat des Apfels liegt zwischen dem Schwarzen Meer und der Kaspischen See. Im Laufe Tausender von Jahren hat er sich über alle Erdteile verbreitet. Der Apfel ist das Lieblingsobst der Schweizer. 40 kg verzehrt der Schweizer pro Jahr. Davon stammen etwa je die Hälfte aus dem Inland und aus Importen. 600 000 bis 700 000 t beträgt die inländische Ernte im Jahr, Importe belaufen sich auf 600 000 t. Als Hauptexportländer müssen Italien, Frankreich, Österreich und die Niederlande genannt werden. Weitere Importe gelangen im Frühjahr und Sommeraus der Südhalbkugel zu uns, aus Chile, Argentinien, Südafrika, Australien und Neuseeland.

Der Apfel hat einen hohen ernährungsphysiologischen und diätetischen Wert. Die Apfelschale ist besonders reich an Pektin, das Fruchtfleisch enthält Apfel- und Zitronensäure, mehrere Zuckerarten, Zellulose, Gerbstoff usw., außerdem noch mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente, wobei vor allem Eisen, Phosphor und Calcium genannt werden müssen. An Vitaminen enthält der Apfel Vitamin A, B1, B2, B6, E, Niacin, Folsäure und vor allem C. Wegen seines Gehalts an Fruchtsäuren gilt der Apfel auch als "Zahnbürste der Natur".

Die Nährstoffkombination des Apfels ist ideal als Zwischenmahlzeit oder nach dem Sport, in der Schulpause oder auf der Reise. Äpfel sind einerseits wegen ihres Wasser- und Säuregehaltes durstlöschend, andererseits enthalten sie schnell verwertbare Kohlenhydrate.

Der Apfel ist die Hauptobstart für den Frischgenuss. Gern wird er auch zur Verwendung von Salaten (Obst-, Kartoffel-, Herings-, Waldorfsalat usw.), für Apfelstrudel, Kuchen und Torten verschiedenster Art, für Backäpfel, Rohkostplatten usw. gebraucht. Zu gebratener Leber mit Zwiebeln und Kartoffelbrei ist der Apfel ein besonderer kulinarischer Genuss. Ansonsten bieten Kochbücher eine Fülle von Rezepten für Äpfel.

Apfelsine

Apfelsinen wachsen an 3-8 m hohen Bäumen. Sie sind je nach Sorte kernhaltig bis kernlos. Ihr Fruchtfleisch ist in 6-12 Segmente unterteilt und schmeckt süß-säuerlich, fruchtig und sehr aromatisch. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen Blond- und Blutapfelsinen; Blondapfelsinen (u. a. 'Salustianas', 'Navel' und 'Shamouti') haben, je nach Sorte, hellgelbes bis orangenes, Blutapfelsinen (u. a. 'Sanguinelli', 'Washington Sanguines' und 'Moro') orangenes bis tiefrotes Fruchtfleisch. Allen gleich ist der typisch köstliche Fruchtgeschmack und der hohe Saftanteil.

Die ursprünglich aus China kommende Apfelsinen ist heute eine der weitverbreitetsten Früchte auf der Erde. Von November bis Mai sind die Hauptverkaufsmonate europäischer Apfelsinen, von Juni bis Oktober liefert die südliche Erdhälfte die frische, vitaminreiche Frucht, die im Norden Schweiz auch als Orange bezeichnet wird.

Die Apfelsinen hat den zweithöchsten Gehalt an Vitamin C unter den Zitrusfrüchten. Sie ist reich an Mineralstoffen wie z. B. Kalium, Calcium und Phosphor. Deshalb ist sie für die gesunde Ernährung besonders wertvoll. Sie stärkt das Immunsystem und kurbelt den Stoffwechsel an. Sportler schätzen Vitamin C als Aufbauvitamin. Außerdem sorgt Vitamin C für gesundes, straffes Bindegewebe und erhöht die Aufnahmefähigkeit von Eisen aus der Nahrung. Schon eine Apfelsinen deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.

Apfelsinen kommen verzehrreif auf unsere Märkte und halten sich bei trockener, kühler und dunkler Lagerung oft mehrere Wochen.

Apfelsinen werden meist frisch gegessen. Aber auch frisch gepresster Saft ist besonders erfrischend und gibt Energie für den ganzen Tag. Apfelsinen sind auch eine beliebte Zutat zu Salaten und geben Fleisch- und Fischgerichten eine besondere Note.

Aprikose

Aprikosen sind 4-8 cm große, kugelige bis eirunde Steinfrüchte. Die Haut ist samtartig, manchmal auch glatt, und von hellgelber bis orangegelber, sonnseits auch geröteter Färbung. Vom Stiel bis zum Stempelansatzpunkt verläuft die für die Aprikose charakteristische, die Frucht in zwei Fruchtbacken teilende Naht. Das Fruchtfleisch ist weiß, gelb oder intensiv orangefarben, saftig und äußerst wohlschmeckend.

Die Heimat der Aprikose ist China und das zum Iran und zur Türkei gehörende Hochland zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer. Der größte Teil der Weltproduktion kommt aus den wärmeren Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich, Israel, Kalifornien und Griechenland. Das Frischmarktangebot mit Importen aus den südlichen Ländern geht von Mai bis September.

Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an den Mineralstoffen Calcium, Phosphor und Eisen sowie an Vitamin C. Karotin (Provitamin A) enthält die Aprikose mehr als die meisten anderen Früchte.

Vollreif gepflückte Früchte verfügen über ein ausgezeichnetes Aroma, leider sind sie dann auch sehr verderbanfällig. Zu früh gepflückte Früchte hingegen reifen nicht nach. Sie schmecken fad und entwickeln kein Aroma

In erster Linie sind Aprikosen Frischfrüchte. Als Trockenobst werden sie halbiert und ungeschält angeboten.

Babaco

Der Babaco traut man einen ähnlichen Siegeszug wie der Kiwi zu. Die Babaco ist die Frucht eines kleinen, einstämmigen, bis 3 m hohen, problemlos zu kultivierenden Strauches oder Baumes. Jährlich trägt dieser – etwa 8 Jahre lang – bis zu 30 Früchte. Die Früchte hängen an einem langen Stiel am Stamm und ähneln einer Gurke. Sie werden 20-30 cm lang, bis 12 cm dick und 1,5 kg schwer, sind von fünfeckigem Querschnitt und leuchtend gelber Farbe. Diese kernlose Frucht hat nicht nur ein attraktives Äußeres zu bieten, sie schmeckt auch noch einzigartig nach einem saftigen Gemisch von Erdbeere, Ananas und Papaya.

Die Heimat der Babaco liegt in den Andentälern Ecuadors. Im Jahre 1973 gelangte sie nach Neuseeland und erwies sich als sehr anpassungsfähig an die dortigen Klimabedingungen. Die Babaco gedeiht am besten bei einem kühlen, jedoch frostfreien, subtropischen Klima, wie es in den Obstbaugebieten Neuseelands herrscht. 1985 wurden die ersten Pflanzungen in Italien errichtet. Dennoch dürfte wohl noch eine geraume Zeit vergehen, bis die zur Bedarfsdeckung der europäischen Märkte erforderlichen Mengen zur Verfügung stehen. Die Hauptproduzenten sind weiterhin Neuseeland und Ecuador.

Der hohe Vitamin C-Gehalt der Babaco verhindert sogar die Bräunung der angeschnittenen Frucht. Aber Babacos haben noch mehr zu bieten als ihren Vitaminreichtum; sie sind darüber hinaus ein anerkanntes Heilmittel. Zu den n der Babaco zählt das wertvolle Papain, ein eiweißverdauendes (Fleisch, Fisch, Milch usw.) Ferment, das wegen seiner großen Ähnlichkeit mit Pepsin, dem verdauungsfördernden Ferment des Magensaftes, auch pflanzliches Pepsin genannt wird. Papain entlastet die Verdauungssäfte liefernden Drüsen. Es wirkt neutralisierend bei zuviel Magensäure und Verdauungsproblemen.

Die Haltbarkeit der Babaco ist äußerst gut. Auch ohne Kühlung ist sie bis zu 4 Wochen haltbar. Sogar beschädigte Früchte sind noch lange haltbar, weil der Schaden kaum auf die gesunden Teile übergreift.

Babacos werden in erster Linie frisch verzehrt. Die Frucht wird gewaschen und quer in Scheiben oder längs in Streifen geschnitten; Schälen entfällt. Mit etwas Zucker oder ein wenig Honig kann man den köstlichen Geschmack der Babaco noch steigern. Für sich oder als Teil von Obstsalaten ist die Babaco eine kulinarische Bereicherung. Die in der Frischfrucht enthaltenen Enzyme wirken als Fleischzartmacher.

Babyananas

Die Frucht der Ananaspflanze ist die aus der Mitte der Blattrosette austreibende, fleischig werdende Blütenachse, die sich zu einer 1-4 kg schweren, schuppigen Frucht, entwickelt. Das köstlich duftende Fruchtfleisch reifer Ananas ist gelb und saftig, der Geschmack süß-säuerlich und von typischem Aroma.

Die Ananas wurde 1493 von Christoph Kolumbus auf Guadeloupe, Westindische Inseln, entdeckt. Die wichtigsten Anbauländer sind heute Brasilien, die Hawaii-Inseln, Indien, Indonesien, Mexico, die Philippinen, Thailand und Vietnam. Die Hauptlieferanten für Schweiz sind Costa Rica, die Dominikanische Republik, die Elfenbeinküste, Ghana, Honduras und Kenia. Das ganze Jahr über herrscht ein ausreichendes Angebot auf dem Markt.

Frische Ananas sind nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern sie unterstützen auch eine gesundheitsbewusste Ernährung. Ananas enthält als einzige Frucht in konzentrierter Form das Enzym Bromelin, das im Magen eiweißspaltend wirkt und somit die Verdauung fördert. Daneben enthalten Ananas Vitamin A und B, Calcium und wenig Kalorien. Ananas sind gut für eine straffe Haut und für ein festes Bindegewebe und beugen frühzeitiger Faltenbildung vor.

Ein sicheres Zeichen für die Reife einer Ananas ist der intensive Duft, der am besten am Stielansatz wahrzunehmen ist. Sind die Spitzen der einzelnen Schuppen auf der Schale braun gefärbt, so ist die Frucht trotz grüner Farbe reif.

Ananas werden meist frisch verzehrt. Hierzu schneidet man Blattschopf und Stielansatz ab und teilt die Frucht dann entweder in Scheiben oder Spalten. Danach werden alle Fruchtstücke von dem holzigen Kern befreit und die Schale abgeschnitten. Ob pur oder in süßen und herzhaften Salaten, als Belag für Kuchen und Torten, in Süßspeisen und Getränken, aber auch als Beigabe zu exotischen Curry-, Fleisch- und Fischgerichten - die hocharomatische Ananas ist eine außerordentlich vielseitig verwendbare Köstlichkeit.

Banane

Die Bananenstaude kann 3-6 Meter hoch werden, mit einer Blattkrone von bis zu 7 Metern Durchmesser. Die Banane wird grün geerntet, dann verschifft und erst in Reifekammern des Importlandes gereift. Wenn die Banane gelb ist mit leicht grünlichen Spitzen, dann ist sie verzehrreif und hat ihr typisches, volles Aroma entwickelt.

Die Banane gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, nach Europa wurde sie aber erst 1885 eingeführt. Ihre Heimat ist Asien. Heutzutage sind die bedeutendsten Anbauländer Brasilien, Indien und Thailand. Die wichtigsten Exportländer sind jedoch Ecuador, Costa Rica, Kolumbien, Honduras, Philippinen, Panama und Guatemala. Bananen können dank dem tropischen Klima das ganze Jahr über geerntet werden und haben somit immer Saison.

Bananen sind ideale Energiespender. Sie eignen sich hervorragend als Zwischenmahlzeit, denn sie enthalten unterschiedliche Zuckerarten (Glucose, Fructose und Saccharose). Jede Zuckerart wird im Körper zu einem anderen Zeitpunkt freigesetzt. So liefert eine reife Banane kontinuierlich Energie. Dieser Effekt wird durch ihren Gehalt an Pektinen, stark quellenden Ballaststoffen, verstärkt. Pektine bewirken eine längere Verweildauer im Magen und ein anhaltendes Sättigungsgefühl. Außerdem bilden Bananen einen wertvollen Bestandteil in der Ernährung bei erhöhtem Cholesterinspiegel, bei hohen Blutfettwerten, erhöhten Harnsäurewerten und Gicht.

Der gesundheitliche Wert der Banane ist außerordentlich. Er liegt im Gehalt an wichtigen Mineralstoffen wie Phosphor, Eisen, Kalium, Magnesium, zahlreichen Vitaminen sowie an Ballaststoffen. Bananen sind leicht verdaulich, besonders für Kleinkinder, sowie als Roh- und Diätkost geeignet.

Die Banane mit ihrem appetitlich-frischen Fruchtfleisch, ist die ideale Frucht für eine vollwertige Ernährung. Ob süß, deftig, sauer, exotisch oder herzhaft, Bananen kann man mit nahezu allen Speisen kombinieren. Die milde Süße der Banane eignet sich zu ungewöhnlichsten Kombinationen und bietet somit ein facettenreiches Geschmackserlebnis.

Birne

Wie der Apfel zählt die Birne zum Kernobst. Man unterscheidet Sortengruppen wie Butterbirnen (saftig, schmelzendes Fruchtfleisch), Bergamotten (rundliche Form), Flaschen- (länglich), Apotheker- (unregelmäßig, schmelzend), Schmalzbirnen und andere. Bei fast 2500 Birnensorten sind für die Sorten: Abate Fetel, Alexander Lucas, Conference, Dr. Guyot, Kaiser Alexander, Packham's Triumph, Williams Christ.Bei fast 2500 Birnensorten sind für die Sorten: Abate Fetel, Alexander Lucas, Conference, Dr. Guyot, Kaiser Alexander, Packham's Triumph, Williams Christ.

Die Birne ist eine uralte Obstart, deren Ursprung im Kaukasus, in Transkaukasien und Anatolien liegt. Heute werden Birnen weltweit angebaut. Die Hauptanbauländer sind Frankreich, Italien, Belgien, Holland, Österreich, Schweiz, Chile, Argentinien, Südafrika, USA und China. Einfuhren aus Übersee ermöglichen ein ganzjähriges Angebot mit einem Angebotshöhepunkt von August bis Oktober für europäische Ware und Februar bis Juli für überseeische Importe.

Birnen besitzen einen hohen, dem Apfel ähnlichen, ernährungsphysiologischen Wert. Der süße Geschmack ist bedingt durch einen verhältnismäßig geringen Gehalt an Fruchtsäuren. Neben dem wegen seiner entwässernden Wirkung erwähnenswerten Mineralstoff Kalium enthalten Birnen einen relativ hohen Gehalt an dem Wachstum-Vitamin B2 und der Folsäure.

Birnen werden in der Hauptsache roh verzehrt. Verarbeitet werden Birnen zu Kompott, Desserts und auch zu Kuchenbelag.

Cashew

Die Cashewnuß wächst auf dem bis zu 10m hohen Cashewbaum. Dessen „Frucht“, der Cashewapfel, ist nichts anderes als der bis 9 cm lange fleischige Fruchtstiel der eigentlichen Frucht, der Cashewnuß. Der Cashewapfel ist zwar als Obst verzehrbar und wird auch in der Marmeladen- und Saftindustrie verwendet, ist aber nicht lager- und versandfähig, so dass er bei uns nicht bekannt ist. Die eigentliche Frucht ist die Nuss, die unten aus dem Apfel herauswächst. Ihre Schale ist ungenießbar und giftig. Damit die Nuss geschält werden kann, wird sie an der Sonne oder in Heißluft geröstet. Der Geschmack der ölhaltigen Cashewnuss ist etwas süßlich.

Die Heimat der Cashewnuss ist Südamerika und Westindien, wo sie auch weiterhin hauptsächlich angebaut wird. Weitere Anbaugebiete sind Zentralamerika, Kenia, Tansania, Mosambik, Ägypten, Vietnam und Sri Lanka. Die Haupterntezeit ist Mai/Juni. Bei uns werden sie ganzjährig angeboten.

Die Cashewnuss ist sehr reich an Vitamin E und Mineralstoffen wie Calcium, Phosphor und Kalium. Des Weiteren enthält sie das Provitamin A und die Vitamine B1 und B2.

Cashewnüsse schmecken sehr gut als Snack zu Wein und Bier. Auch als Zutat für Müsli, diverse Salate, Soßen und Desserts sind sie sehr geeignet. Ähnlich wie bei Haselnüssen sind sie eine beliebte Backzutat.

Cassava / Maniok

Maniok, auch Cassava genannt, ist ein mehrjähriger, 2-5 m hoher Strauch. Seine Wurzeln sind 30-50 cm lange, 5-10 cm dicke und 1-10 kg schwere, spindelförmige oder zylindrische, büschelig zusammenstehende, verdickte Knollen mit bräunlicher Schale. Im Innern sind sie weiß oder gelb und fest. Der Geschmack des Manioks ist recht neutral und mehlig.

Die Urheimat des Manioks liegt im tropischen Teil Amerikas. In Südamerika von Peru bis Südmexiko und in der Karibik wurde diese Pflanze schon vor Jahrtausenden als wichtiges Nahrungsmittel genutzt. Von dort gelangte sie über Spanien nach Afrika und sogar bis nach Asien. Überall in den feuchten Tropen der Welt wird Maniok heute angebaut. Unter den Weltnahrungsmitteln rangiert Maniok an 6. Stelle! Einfuhren aus Brasilien und anderen Anbauländern erreichen uns ganzjährig, zum überwiegenden Teil jedoch als hochwertiges Futtermittel. Maniok ist äußerst reich an Stärke. Des Weiteren enthält die Knolle viel Eiweiß und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Eisen sowie Vitamin C.

Zum Verzehr wird die Knolle gewaschen, geschält, der Länge nach geteilt und die harte Mittelvene herausgelöst. Dann wird sie in Stücke geschnitten, in Salzwasser gekocht und mit pikanter Soße, z.B. aus Olivenöl, Petersilie, Salz und Knoblauch, serviert. Als Beilage zu Fischgerichten wird Maniok in mit Butter bestrichener, gesalzener und gepfefferter Form empfohlen. Gekochter Maniok lässt sich auch, in Streifen oder Stücke geschnitten, gut braten oder fritieren.

Charentais-Melone

Die Charentais-Melonen gehören zur großen Familie der Zuckermelonen. Sie sind zwar die kleinsten, aber wegen ihres köstlichen Aromas die begehrtesten Mitglieder. Die runden, leicht abgeflachten Früchte haben eine glatte, gerippte oder leicht warzenartige Schale. Die Farbe ist weiß bis gelblich oder blaugrün mit dunklen Längsstreifen. Das Fruchtfleisch ist orangefarben und schmeckt ausgesprochen süß-aromatisch.

Melonenpflanzen haben sich vor etwa 3 000 Jahren im tropischen Erdgürtel angesiedelt. Heute gedeihen Melonen in allen wärmeren Ländern. Der Hauptlieferant für die echten Charentais-Melonen ist Frankreich von Juni bis September. In den Wintermonaten kommen auch Lieferungen aus afrikanischen Ländern auf unsere Märkte.

Charentais-Melonen enthalten äußerst wenig Kalorien, sind aber reichlich mit Mineralstoffen und Vitaminen ausgestattet. Und wer hätte gedacht, dass Melonen auch als "Jungbrunnen" wirken? Schon 10 Minuten nach dem Verzehr geschieht im Darm Aufregendes: Wie eine Millionenschar emsiger Heinzelmännchen wandeln Gallensalze und Enzyme die reichlich in Melonen enthaltenen Karotene in Vitamin A um. Diese neuen Moleküle verrichten in unserem Körper ihr "Verjüngungswerk" in Knochen und Zähnen, Augen, Haut, Haaren und Nägeln. Ein Grund mehr, Melonen nicht nur bei Sommertemperaturen zu genießen.

Zum Rohverzehr die Charentais-Melone halbieren, die Kerne mit einem Löffel herausschaben und das Fruchtfleisch einfach aus der Schale löffeln. Als Vorspeise schmecken diese köstlichen Melonen z. B. hervorragend in Kombination mit Schinken. Vielfältige Möglichkeiten gibt es auch bei der Verwendung für Desserts. Als Zugabe zu Fruchtsalaten, mariniert mit Säften oder Alkohol, als Sorbet, Gelee oder Kaltschale zaubert die Charentais-Melone immer eine erfrischende Note. In vielen pikanten Salaten oder als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten sind diese Melonen ebenfalls äußerst beliebt.

Chayote

Chayoten sind die Früchte eines ausdauernden, rauhaarigen, mit langen Ranken kletternden Kürbisgewächses. Die reife Frucht ist in Form und Größe einer schlanken Birne ähnlich. Die dünne Schale ist grün bis gelblich gefärbt, wellig und weich bestachelt. Das Fruchtfleisch ist weiß oder grünlich und von neutralem, gurkenähnlichem Geschmack. Die Chayote besitzt einen einzigen Kern, der zwar genießbar ist, meist jedoch nicht mitgegessen wird.

Chayoten stammen aus den Bergen Mexikos, Mittelamerikas und Brasiliens. Schon bei den Azteken waren sie als alltägliches Gemüse beliebt. Heute werden sie hauptsächlich in Westindien, Mittelamerika, Westafrika und im Mittelmeerraum angebaut. Importe dieser Früchte erreichen uns vorwiegend aus Brasilien (März bis Juni) sowie aus Costa Rica und Kenia (April bis Dezember).

Da Chayoten einen klebrigen Saft absondern, ist es ratsam, sie unter fließendem Wasser zu schälen.

Chayoten sind äußerst kalorienarm. Neben den Mineralstoffen Kalium, Calcium und Eisen enthalten sie Kohlenhydrate, Eiweiß, Provitamin A und Vitamin C.

Üblich ist die folgende Verwendung: Bataten waschen, schälen, mit der Gabel mehrfach anstechen, mit Öl einreiben und in Folie backen oder mit Schale im Ofen garen. So zubereitet, sind Bataten eine vorzügliche Beilage zu Fisch und Fleisch, besonders Wild.

Cherimoya

Die Cherimoya ist die bekannteste und wohlschmeckendste unter den Annonen-Arten. Sie wächst an 3-5 m hohen Bäumen. Die Frucht ist eine sogenannte Sammelfrucht, deren Teilfrüchte äußerlich als Warzen oder Schuppen sichtbar sind. Die Cherimoya erinnert an grünliche Riesenerdbeeren von der Größe einer Grapefruit. Das Fruchtfleisch, das Feinschmecker als das köstlichste bezeichnen, ist weich, sahneartig, sehr delikat, mild-süß, äußerst wohlschmeckend. Als Vergleich wird häufig "Erbeeren mit Schlagsahne" ins Feld geführt.

Als Urheimat der Cherimoya gilt das Hochland von Peru und Ecuador. Anbau erfolgt heute hauptsächlich in Chile, Israel, Spanien, Kalifornien, Brasilien, Mexiko und Indien. Unsere Märkte erreichen Importe hauptsächlich von September bis Februar aus Spanien, im November und Dezember aus Israel und Südamerika. Manchmal wird die Cherimoya im Handel auch als Annone angeboten.

Unreife Früchte sollten niemals im Kühlschrank nachreifen. Wenn die Schale sich schwärzlich verfärbt und die Frucht weicher wird, kann man sie genießen.

Cherimoyas sind reich an Eiweiß und Traubenzucker und besonders leicht verdaulich.

Zur Verwendung schneidet man die Frucht der Länge nach durch. Die im Fruchtfleisch sitzenden schwarzen Kerne sind hart und ungenießbar; sie müssen entfernt werden. Das Fruchtfleisch ist leicht von der Schale lösbar; hierzu empfiehlt es sich, sich eines Grapefuit-Messers zu bedienen. Jetzt muß man es nur noch auslöffeln. Weiter bieten sich zur Verwendung Marmeladen, Obstsalate und Fruchtbecher an. 

Dattel

Die pflaumenartigen, länglich-ovalen Früchte sind 8-10 cm lang, rötlich-braun und innen weiß mit einem steinharten, graubraunen, ungenießbaren Kern. Ihr Geschmack ist honigsüß und delikat.

Beheimatet ist die Dattel im subtropischen Afrika. Angebaut wird sie hauptsächlich in Nord- und Südafrika, Israel, Griechenland, Iran, Irak, Australien, südliche USA, Texas und Mexiko. Man unterscheidet zwischen der Frischfrucht, die zwischen Oktober und Februar frisch und im restlichen Jahr tiefgekühlt gehandelt wird, und der Trockenfrucht, deren Hauptverkaufszeit in den Wintermonaten ist, die aber praktisch unbegrenzt haltbar ist.

Trockendatteln sind praktisch unbegrenzt haltbar.

Datteln sind reich an Kohlenhydraten, die in erster Linie aus leicht verdaulichem Invertzucker bestehen, wie er auch in Honig enthalten ist. Sie enthalten viel Kalium, Calcium, Eisen, Eiweiß und ferner verdauungsfördernde Ballaststoffe.

Frische Datteln werden überwiegend roh verzehrt. Obstsalaten verleihen sie eine orientalische Note. Verlockend sind auch mit Käse und Speck umhüllte und gegrillte Datteln. Süße Leckermäuler können bestimmt mit Marzipan und Nougat gefüllten Datteln nicht widerstehen.

Easy Pealer (Mandarinen)

Mandarinen wachsen auf immergrünen Sträuchern oder 4-6 m hohen Bäumen. Meist sind sie nur mittelgroß, kleiner als Apfelsinen und auch früher reif als diese. Ihre Schale haftet nur lose am Fleisch und lässt sich leicht abschälen. Das Fruchtfleisch ist zart, saftig, süß, aromatisch-orangeähnlich.

Heimisch ist die eigentliche Mandarine in Südostchina, Nordostindien und auf den Philippinen. Heute werden Mandarinenarten weltweit angebaut, so in allen Mittelmeerländern, aber auch in Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien und in ihrer südostasiatischen Heimat. 

Der Name der Mandarine hat sich mittlerweile als Sammelbegriff für alle jene Formen, Varietäten, Kreuzungen und Mutationen eingebürgert, die sich von den Orangen in erster Linie durch ihr Aroma und ihre dünne, leicht ablösbare Schale unterscheiden. Deshalb wird diese Zitrusfruchtgruppe immer häufiger auch als "Easy Peeler" bezeichnet. Zu ihnen zählt man außerdem: Temple, Tangerine, Satsuma, Clementine, Minneola, Kumquat/Limequat, Ortanique und Mandora.

Besonders interessante Inhaltsstoffe sind das Provitamin A, Vitamin C und reichlich Zucker, der die Mandarine zu einer der süßesten Früchte macht.Mandarinen werden in erster Linie frisch verzehrt. Gerne gibt man diese beliebten Früchte auch in Obst- und andere Salate, in Sahnequark, Nachspeisen, zu Fleisch-, Fisch-, Geflügel- und vielerlei anderen Gerichten sowie zu Backwaren verschiedener Art.

Eier – Pflaume

Die heutigen Arten der Pflaume sind vielfach Kreuzungen und kommen in mehr als 2 000 Sorten vor, welche sich, teils nur geringfügig, durch Größe, Farbe, Form, Steinlösbarkeit, Saftgehalt, Aroma und Reifezeit unterscheiden.  Hauptsorten Die Pflaume (Rund- oder Eierpflaume) hat eine rundliche Form und ist meist mit einer deutlichen Kernnaht versehen. Sie sind oft nicht gut kernlöslich. Ihre Hauptfarbe ist blau bis violett, es gibt aber auch rote und gelbe Sorten. Das Fruchtfleisch ist überwiegend gelb gefärbt.

Die Urheimat der Pflaume ist Kleinasien. Die Römer brachten sie 150 v. Chr. nach Italien, von wo sie sich in ganz Europa verbreitete. Anbauschwerpunkte liegen im Mittelmeerraum, in den Balkanländern und der Schweiz. Die auf unseren Märkten angebotenen Überseepflaumen stammen hauptsächlich aus Südafrika und Chile und sind von Dezember bis April erhältlich. Die europäische Pflaumenernte beginnt mit Lieferungen aus Italien, Frankreich und Spanien ab Mai, während die einheimische Ernte von Juli bis Oktober anfällt.

Bei einzelnen Vitaminen hat die Pflaume keine Rekorde zu melden. Aber das Gesamtangebot macht's! Außer den Vitaminen A, C und Biotin enthält diese Steinfrucht sämtliche B-Vitamine. Eine Pflaume ist eine Vitamin-B-Pille aus der preiswerten Apotheke Natur. Pflaumen sind der beste Stimulator für den Kohlenhydratstoffwechsel, für gute Nerven, mentale Frische, Antriebs- und Leistungskraft und Stressfähigkeit. Außerdem regen sie die Nieren- und Darmtätigkeit an.

Pflaumen sind eine erfrischende Köstlichkeit zum Rohverzehr. Darüber hinaus sind sie eine pikante Geschmacksverfeinerung für Saucen, eine leckere Beigabe für Obstsalate oder für Desserts und Aufläufe.

Feige

Die birnenförmigen Früchte werden bis zu 8 cm groß. Die Farbe der dünnen Schale variiert von gelb über grün bis hin zu dunkelviolett. Je dunkler die Schalenfärbung der Feige ist, desto süßer, weicher und cremiger ist das hellrosa bis dunkelrote süß-aromatische, mit kleinen Samenkernen durchsetzte Fruchtfleisch.

Frische Feigen kommen in den Wintermonaten aus Südamerika, von Juni bis Juli aus Spanien und Italien und von September bis November aus Frankreich und der Türkei.

Feigen sind reich an wertvollem Fruchtzucker, außerdem enthalten sie Vitamin A, B und C, Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Diese Verwendung sind für die Blutbildung und zur Förderung der Verdauung besonders wichtig. 

Frische Feigen sollten möglichst bald verzehrt werden. Bis dahin werden sie abgedeckt, frei nebeneinanderliegend im Kühlschrank aufbewahrt.

Feigen werden fast ausschließlich roh gegessen. Dazu wird die gut gekühlte Frucht der Länge nach halbiert und ausgelöffelt oder geviertelt und das Fruchtfleisch von der Schale abgelöst. Frische Feigen passen ideal zu herzhaften Beilagen wie Käse, Schinken und Salami, als Beigabe zu Fruchtsalaten oder verarbeitet zu Kompott, Mus oder Marmelade. Feigen verleihen Fleisch- und Geflügelgerichten eine raffinierte, orientalische Note.

Feijoa

Die Feijoa ist mit der Guave verwandt. Die runden, länglich-ovalen oder birnenförmigen Beerenfrüchte wachsen an einem kleinen, bis 4 m hohen, immergrünen, strauchartigen Baum. Ihre feste, lederige, nicht essbare Schale ist glatt oder leicht gerunzelt, dunkelgrün in der Farbe. Darunter befindet sich das gelblich-weiße Fruchtfleisch, welches 4-5 geleeartige, mit Kernchen gespickte Fruchtkammern beherbergt. Der säuerlich bis süß-würzige, leicht parfümierte Geschmack der Feijoa erinnert an Guave oder Ananas. Daher wird sie auch als Ananas-Guave bezeichnet.

Die Feijoa stammt aus der Region um Uruguay. Heute wird sie in subtropischen Klimaten, vor allem in Neuseeland, den USA (Kalifornien, Florida), Australien und in vielen Ländern Südamerikas, Afrikas und Asiens angebaut. Da die Feijoa frostresistent ist, gedeiht sie auch in Südfrankreich, Italien und Israel sowie rund um die Schwarzmeerküste. Obwohl ganzjährig verfügbar, ist die Feijoa nur selten am Markt anzutreffen. Kolumbien bietet sie fast ganzjährig an, Kalifornien von September bis Januar, Neuseeland von März bis Juni, Frankreich von Oktober bis Dezember und Israel von November bis Januar.

Die Feijoa ist reich an Mineralstoffen (Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen), enthält Vitamin C und viel Pektin.

Die reife Frucht gibt auf leichten Druck nach; sie kann dann noch einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Früchte müssen gewaschen und anschließend geschält werden. Sie werden meist roh gegessen. Hierzu schneidet man sie wie eine Kiwi in zwei Hälften und löffelt sie aus. Die kleinen Kernchen kann man mitessen. Feijoas eignen sich auch gut – zusammen mit anderen Früchten – für Obstsalate und als Zutat zu Eiscreme und Süßspeisen. Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind: Fruchtsaucen, Cremes, Drinks usw.

Galiamelonen

Galiamelonen sind eine große, bis zu 1,5 kg schwere Variante der Netzmelonen. Die Schale, leicht grün gerippt, ist von gelblicher Farbe. Das weißliche Fruchtfleisch ähnelt dem der Honigmelone. Die Galiamelone ist süß und aromatisch, das in der Konsistenz an Nektarinen erinnernde Fleisch zartschmelzend. Melonen zählen als Früchte einjähriger krautiger Pflanzen eigentlich zum Gemüse, vom Konsumenten werden sie aber als Obst verzehrt. Zuckermelonen können die Größe eines Kopfes erreichen und bis zu 4 kg schwer werden. Im Innern haben sie eine Höhlung, in der, in drei oder mehr Fächer unterteilt, reiche platte, weiße Samen sitzen, die sich leicht herausschaben lassen. 

Die Herkunft der Zuckermelone gilt nicht als gesichert - entweder die subtropischen und tropischen Steppengebiete Afrikas oder Vorderasien und das südliche Asien. Anbau erfolgt in allen wärmeren Ländern, vor allem in den Mittelmeerländern Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Israel. Zuckermelonen sind ganzjährig im Angebot mit Hauptsaison im Sommer. Außereuropäische Importe erhalten wir je nach Saison aus Südafrika, Israel, Neuseeland, aus Ecuador, Mexiko, Chile und Kolumbien. Die Spitze teilen sich die Mittelmeerländer und Südamerika.

Melonen bestehen zu 90 % aus Wasser. Erwähnenswert ist ihr Gehalt an Zucker, Phosphor und Calcium sowie an Provitamin A und Vitamin C.

Melonen sind heiß begehrte Durststiller. Grundsätzlich sollte man sie vollreif und kühl genießen. Zum Rohverzehr halbiert man die Früchte, entfernt mit einem Löffel die Kerne, schneidet sie in Segmente und serviert diese mit Messer und Gabel. Melonen dienen als Vorspeise oder Dessert, aber auch zu Geflügel-, Krabben- oder Krebssalat, zu Obstsalat, Speiseeis oder Sorbet bieten sie sich an.

Grapefruit

Der Volksmund unterscheidet oft nicht zwischen Grapefruit und Pampelmuse. Pampelmusen sind mit einem Durchmesser von bis zu 25 cm und einem Gewicht von bis zu 6 kg die größten aller Zitrusfrüchte. Während Pampelmusen bei uns kaum importiert werden, wächst die Zahl der Grapefruit-Freunde ständig. Unterschieden wird bei Grapefruit zwischen den weißfleischigen, meist europäischen Sorten, die überwiegend etwas herber sind, den milden roséfarbenen Sorten und die ebenfalls liebliche rotfleischige Grapefruit.

Die Grapefruit – aus einer Kreuzung zwischen Pampelmuse und Orange entstanden – wird heute in allen Zitrus-Anbauländern angebaut. Die wichtigsten Anbau- und Exportländer sind die USA mit 60% der Weltproduktion, alle Mittelmeerländer sowie Südafrika und Südamerika für Sommer-Grapefruit. Die Saison für Grapefruit ist ganzjährig.

Mit dem Fruchtfleisch einer mittelgroßen Grapefruit kann man mehr als seinen Tagesbedarf an Vitamin C und rund ein Drittel seines Tagesbedarfs an Vitamin A decken. Darüber hinaus sind die Vitamine B1, B2, B6, Niacin, Fol- und Pantothensäure enthalten. Die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphat und Zink machen den supergesunden Naturcocktail perfekt. Roséfarbene Ruby-Red-Grapefruits sind die ideale Frühstückfrucht. Trotz des typischen Grapefruitgeschmacks und der vollen diätetischen Wirkung sind Ruby-Red-Grapefruits weder bitter noch herbe und werden durch ihre geschmacklichen Vorzüge deshalb auch allen schmecken, denen eine Grapefruit bisher zu herbe war.

Zur Zubereitung wird die Frucht quer durchgeschnitten. Mit einem Messer trennt man die einzelnen Fruchtfleischsegmente voneinander, die dann leicht aus der Schale gelöffelt werden können. Ruby-Red-Grapefruits sind aber nicht nur zum Rohverzehr, sondern auch für Süßspeisen, Salate oder als pikante Zutat für viele herzhafte Gerichte geeignet.

Granadilla

Unter der leuchtend orangefarbenen, festen Schale der Granadilla befindet sich das saftige, geleeartige, äußerst aromatische Fruchtfleisch, das kleine braune, essbare Kernchen umhüllt. Die ovalen Früchte haben einen Durchmesser von 5-6 cm. Die Granadilla gehört zur Familie der Passionsfrüchte.

Die Hauptproduzenten der Granadillas kommen vorwiegend aus Südamerika. Sie ist aber auch weit verbreitet in Australien, Neuseeland, Südafrika, Kenia, Indien, Taiwan, Hawaii, Kalifornien und anderen klimatisch geeigneten Gebieten.

Granadillas sind reich an Kalium, Phosphor und Eisen, sowie den Vitaminen B1, B2, C und Provitamin A.

Nach dem Kauf sind Granadillas noch gut 2 Wochen kühl lagerbar. Vermischt man das Fruchtfleisch mit der gleichen Menge Zucker und stellt es in einem Schraubglas in den Kühlschrank, so hält es sich sogar wochenlang.

Zum Rohverzehr kann man die Schale einfach mit den Fingern aufbrechen und das Fruchtfleisch mitsamt den Kernen auslöffeln. Aufgrund des sehr intensiven Aromas lassen sich mit Granadillas hervorragende Fruchtsoßen, Desserts und Eiscremes zubereiten, oder man verwendet das Fruchtfleisch als Beigabe zu Obstsalaten.

Granatapfel

Der Granatapfel, der sich im Orient allergrößter Beliebtheit erfreut und nach dem in Spanien Stadt und Provinz Granada benannt sind, ist die Scheinbeerenfrucht des 5-8 m hohen, immergrünen Granatapfelbaumes. Die gelbbraune bis dunkelrote Frucht ist groß wie ein Apfel und gekrönt mit 6 verhärteten Kelchblattzipfeln. Unter der etwa 5 mm dicken Schale der Frucht befindet sich das geleeartige Fruchtfleisch, das, unterteilt in mehrere Fächer, zahllose, von einer süß-aromatischen Samenschale umhüllte Kerne beherbergt.

Die Heimat des Granatapfelbaumes reicht von Vorderasien bis zum Himalaja. Sein Anbau findet in Afghanistan, im Iran, in Spanien, Italien, Israel, auf den Kanaren, Madeira und Zypern, in Kalifornien und Zypern statt. In der zweiten Jahreshälfte sind Granatäpfel ständig auf dem Markt; von Oktober bis Dezember aus Spanien und Italien, von Juni bis Oktober aus Israel und anderen Mittelmeerländern. Sorten gibt es zwar viele, für den Handel ist dies aber unrelevant.

Granatäpfel enthalten keine nennenswerten Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Nur einen relativ hohen Kalium- und Phosphorgehalt kann man erwähnen. Der Saft soll eine heilende Wirkung bei Herz- und Magenschmerzen besitzen, außerdem auch bei fieberhaften Erkrankungen.

Vorsicht! Die in der Frucht befindliche Gerbsäure verursacht auf Kleidung bräunliche, kaum zu beseitigende Flecken.

Zur Verwendung schneidet man die harte, ungenießbare Schale des Granatapfels vom Kelch zum Stiel mehrfach ein. Dann zieht man die Spalten ab, um das Innere der Frucht freizulegen. Allerdings kann man die Frucht auch einfach in der Mitte durchschneiden. Das Objekt dieser Operationen ist beide Male das weiße bis hellrote Fleisch der Samenhüllen. Freilich beeinträchtigen die Kerne den Genuss etwas; normalerweise kaut man sie aus. Natürlich lassen sich Granatäpfel auch auspressen; der gewonnene Saft schmeckt angenehm süß bis feinsäuerlich. Weitere Verwendung finden Saft und Samenhüllen zu Obstsalaten, Eisbechern, Granatapfelcreme usw.

Guave

Guaven wachsen an strauchartigen, 3-6 m hohen Bäumen. Die apfel- oder birnenförmigen Früchte haben einen Durchmesser von 3-12 cm. Ihre weiche, wachsartige Schale ist von gelber Färbung mit einer Ahnung von Weiß oder Rosa. Das Fruchtfleisch kann weiß, weißgrün, lachsfarben bis rötlich sein. Um die Fruchtachse angeordnet, befindet sich die volleren Kerne steckende Pulpe. (Mittlerweile gibt es kernarme Züchtungen.) Der Geschmack der herrlich duftenden Guave wird oft als eine Mischung von Birne, Quitte und Feige beschrieben. 

Die Heimat der Guave liegt in den tropischen Gebieten Amerikas. Anfang des 17. Jahrhunderts nach Asien gebracht, verbreitete sie sich in alle Länder der Tropen und Subtropen. Ihr Anbau erfolgt heute in Südafrika, Südamerika, Mexiko, Indien und in einigen Mittelmeerländern. Guaven sind das ganze Jahr über erhältlich, in der Hauptsache aus Brasilien, aber auch (ergänzend im Herbst) aus Israel, Südafrika, Kalifornien, Florida, Thailand, Indien und Pakistan.

Der Vitaminreichtum der Guave ist außerordentlich. Eigentlich dürfe es sie nur "auf Rezept" geben, scherzen die Experten. Neben Vitamin C müssen die folgenden Inhaltsstoffe erwähnt werden: Pektin, Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe, die Mineralstoffe Eisen, Calcium und Phosphor.

Die druckempfindlichen Früchte sind kaum lagerfähig.

Die Guave wird hauptsächlich als Frischobst verzehrt. Man kann sie wie Äpfel essen, wobei man sie aber am besten schält, oder man gibt sie zerkleinert Obstsalaten bei, nutzt sie als Kuchenbelag oder als Aromaträger in Quarkspeisen. Als Regel gilt: Alle Rezepte für die Quitte sind auch auf die Guave anwendbar.

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