Früchtelexikon H-L

Haselnuss

Die Haselnuss wächst am bis zu 7 Meter hohen Haselnussstrauch.  Charakteristisch ist ihre relativ dicke, harte Schale, in der sich der genießbare Kern befindet. Dieser ist kugelig-rund und von einer bräunlichen Haut umhüllt.  Man unterscheidet Haselnüsse hauptsächlich zwischen den rundlichen Zellernüssen und den länglichen Lambertsnüssen, wobei die Lambertsnüsse als geschmacklich hochwertiger gelten.

Seit Urzeiten wächst die Haselnuss in einem Gebiet von Europa bis nach Kleinasien. Heute wird sie hauptsächlich im Mittelmeerraum angebaut. Außerdem befinden sich noch bedeutende Anbaugebiete in den USA und in Osteuropa.  Ab Mitte August beginnt die Haselnuss zu reifen. Die Hauptimportländer sind für uns die USA (Oregon), die Türkei und Frankreich, aus der die Haselnuss ganzjährig importiert wird.

Wie die meisten Nüsse, hat die Haselnuss einen hohen Fettgehalt von ca. 60 % und ist sehr kalorienreich. Außerdem enthält sie einen relativ hohen Anteil an Eiweiß, Kohlenhydraten, wertvollen Mineralstoffen (Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen) und Vitaminen (B1, B2, C, E), was sie äußerst nahrhaft macht.

Ungeschält sind Haselnüsse deutlich länger haltbar, am besten, wenn sie luftig gelagert werden.

Die Haselnuss kann man knacken und allein genießen. Sie bereichert aber auch sehr gut Obstsalate. Sehr nützlich kann sie auch als Zutat für Backwaren sein.

Heidelbeere

Kulturheidelbeeren wachsen im Gegensatz zu unseren heimischen Waldheidelbeeren an bis zu 2 m hohen, kräftigen Sträuchern. Ihre Beeren sind größer als die ihrer wild wachsenden Verwandten. Die Schale der Beeren ist blauschwarz, das Fruchtfleisch dagegen ist hell mit rötlichem Fruchtsaft. Beim Verzehr bekommt man daher kaum einen blauen Mund. Der Geschmack der Früchte ist süß-säuerlich mit feinem Waldaroma.

Heidelbeeren wachsen vor allem auf der nördlichen Halbkugel von der Arktis bis in die Mittelmeerländer. Die ersten europäischen Beeren kommen Anfang April aus Spanien und lösen damit direkt die Versorgung aus der Südhalbkugel (Chile, Argentinien, Neuseeland, Australien und Südafrika) ab. Neben der einheimischen Produktion erreichen uns außerdem Heidelbeeren aus den Niederlanden, Frankreich, Polen und den USA. Die Erntezeit geht von Juni bis September.

Heidelbeeren sind besonders reich an Karotenen, die das Immunsystem und die Körperzellen gegen Bakterien und freie Radikale panzern. Ebenso bedeutend ist die Konzentration an Vitamin C (gegen Infektionen und Erkältungen). Außerdem enthalten Heidelbeeren viel Tannin (Gerbstoff), das Schleimhaut bildend wirkt, Entzündungen vorbeugt und hemmt sowie Bakterien abtötet.

Die ungewaschenen Früchte lassen sich bei niedrigen Temperaturen einige Tage im Kühlschrank lagern.

Heidelbeeren abbrausen und abtropfen lassen. Sie eignen sich sowohl zum Frischverzehr als auch als Beigabe in Obstsalaten, zu Speiseeis, Puddings, Omeletts oder in Fruchtkaltschalen. Gezuckert mit Milch, Schlagsahne, Quark oder Joghurt sind sie eine köstliche, erfrischende Delikatesse. Da der Saft der Heidelbeeren besonders gut gelierfähig ist, lassen sich daraus hervorragend Marmeladen oder Gelees zubereiten.

Himbeere

Die herrlich saftigen und süßen Himbeeren wachsen an bis zu 2 m hohen dornigen Halbsträuchern. Botanisch gesehen sind Himbeeren Sammelfrüchte, d. h. mehrere kleine, behaarte Steinfrüchte sitzen auf einem Fruchtboden, von dem sie sich während der Reifung leicht lösen. Unsere Gartenhimbeere erreicht einen Durchmesser von etwa 2 cm, die Wildform hingegen nur 0,5-1 cm. Die meisten Sorten der runden und länglichen Himbeere sind von intensiv roter Farbe. Unter den heimischen Obstarten ist ihr Aroma einzigartig. 

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Himbeere ist riesig. Sie wächst wild im mittleren und nördlichen Europa, in Asien und im nordöstlichen Nordamerika. Fast überall, wo sie verbreitet ist, wird sie auch erwerbsmäßig angebaut. Die Saison für Himbeeren geht von Juni bis September. Die besonders aromatischen Waldhimbeeren werden gewerblich gesammelt, im Bayrischen Wald, in Polen und in den Balkanländern. Unsere Märkte werden hauptsächlich durch die heimische Produktion beliefert.

Zu den n der Himbeere zählen: Zucker, Fruchtsäuren, Pektin, die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Phosphor, Provitamin A und die Vitamine B1, B2 und C. Als Bestandteil von Saftkuren macht Himbeersaft häufig auch heilend von sich reden. Die Himbeere ist leicht verderblich. Eine längere Aufbewahrung dieser Weichfrucht ist deshalb nicht ratsam. Sie eignet sich aber sehr gut zum Einfrieren.

Himbeeren werden entweder roh verzehrt oder sofort verarbeitet. Verwendung findet diese köstliche Frucht in Kaltschalen, Obstsalaten, Eis, Pudding, Roter Grütze, Kuchen, Marmelade, Rumtöpfen usw.

Honigmelone

Melonen zählen als Früchte einjähriger krautiger Pflanzen eigentlich zum Gemüse, vom Konsumenten werden sie aber als Obst verzehrt. Zuckermelonen können die Größe eines Kopfes erreichen und bis zu 4 kg schwer werden. Im Innern haben sie eine Höhlung, in der, in drei oder mehr Fächer unterteilt, reiche platte, weiße Samen sitzen, die sich leicht herausschaben lassen.

Die Herkunft der Zuckermelone gilt nicht als gesichert - entweder die subtropischen und tropischen Steppengebiete Afrikas oder Vorderasien und das südliche Asien. Anbau erfolgt in allen wärmeren Ländern, vor allem in den Mittelmeerländern Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Israel. Zuckermelonen sind ganzjährig im Angebot mit Hauptsaison im Sommer. Außereuropäische Importe erhalten wir je nach Saison aus Südafrika, Israel, Neuseeland, aus Ecuador, Mexiko, Chile und Kolumbien. Die Spitze teilen sich die Mittelmeerländer und Südamerika. Zuckermelonen- Typen Honigmelonen sind von leuchtend gelber Farbe. Ihre dünne, glatte Schale ist mehr oder weniger gerippt oder narbig gefurcht. Das Fruchtfleisch ist weißlich bis zartgrün. Ihr Name deutet es an: Die Honigmelone ist sehr süß, von köstlichem Aroma und sehr wohlschmeckend.

Melonen bestehen zu 90 % aus Wasser. Erwähnenswert ist ihr Gehalt an Zucker, Phosphor und Calcium sowie an Provitamin A und Vitamin C.

Melonen sind heiß begehrte Durststiller. Grundsätzlich sollte man sie vollreif und kühl genießen. Zum Rohverzehr halbiert man die Früchte, entfernt mit einem Löffel die Kerne, schneidet sie in Segmente und serviert diese mit Messer und Gabel. Melonen dienen als Vorspeise oder Dessert, aber auch zu Geflügel-, Krabben- oder Krebssalat, zu Obstsalat, Speiseeis oder Sorbet bieten sie sich an.

Jackfrucht

Die Jackfrucht ist eine unförmige, bis zu 90cm lange und 50cm breite Frucht, die sich aus den weiblichen Blüten des Jackbaumes entwickelt und bis zu 40kg wiegen kann. Sie besitzt eine harte, grüne oder gelbe, warzige Schale und verbreitet bei Reife einen leicht unangenehmen Geruch. Im Inneren der Schale befinden sich viele sechseckige, taubeneigroße, nach Ananas und Banane duftende Einzelfrüchte. Ihr hell- oder goldgelbes Fruchtfleisch ist saftig, feinfaserig und angenehm süß. Der Geschmack erinnert an Feigen oder entfernt an milden Honig.

Heimat der Jackfrucht sind die Regenwälder der westlichen Küstengebirge Vorderindiens. Heute ist sie, wenn auch in unbedeutenden Mengen, in fast allen Tropenländern vertreten. Fruchtimporte erreichen uns auf dem Luftweg aus Thailand, Malaysia und Brasilien in kleinen Mengen das ganze Jahr über.

Der essbare Teil der Frucht weist einen hohen Eiweiß- und Kohlenhydratanteil (ca. 15% Zucker) sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und das Provitamin A auf.

Man sollte sich nicht von dem für uns Europäer unangenehmen Geruch abschrecken lassen und beim Verzehr auf die geschmacklich besten Fruchtpartien um den Kern herum beschränken. Da die Jackfrucht sehr kälteempfindlich ist, muss auf die richtige Lager Temperatur geachtet werden. Bei 13°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90-95% lässt sie sich mehrere Wochen lagern.

Die Jackfrucht kann sowohl frisch in Fruchtsalaten und zu Eiscreme als auch gekocht und gebraten verzehrt werden.

Japanische Pflaume

Die heutigen Arten der Pflaume sind vielfach Kreuzungen und kommen in mehr als 2 000 Sorten vor, welche sich, teils nur geringfügig, durch Größe, Farbe, Form, Steinlösbarkeit, Saftgehalt, Aroma und Reifezeit unterscheiden.

Die Urheimat der Pflaume ist Kleinasien. Die Römer brachten sie 150 v. Chr. nach Italien, von wo sie sich in ganz Europa verbreitete. Anbauschwerpunkte liegen im Mittelmeerraum, in den Balkanländern und der Schweiz. Die auf unseren Märkten angebotenen Überseepflaumen stammen hauptsächlich aus Südafrika und Chile und sind von Dezember bis April erhältlich. Die europäische Pflaumenernte beginnt mit Lieferungen aus Italien, Frankreich und Spanien ab Mai, während die einheimische Ernte von Juli bis Oktober anfällt.

Bei einzelnen Vitaminen hat die Pflaume keine Rekorde zu melden. Aber das Gesamtangebot macht's! Außer den Vitaminen A, C und Biotin enthält diese Steinfrucht sämtliche B-Vitamine. Eine Pflaume ist eine Vitamin-B-Pille aus der preiswerten Apotheke Natur. Pflaumen sind der beste Stimulator für den Kohlenhydratstoffwechsel, für gute Nerven, mentale Frische, Antriebs- und Leistungskraft und Stressfähigkeit. Außerdem regen sie die Nieren- und Darmtätigkeit an.

Pflaumen sind eine erfrischende Köstlichkeit zum Rohverzehr. Darüber hinaus sind sie eine pikante Geschmacksverfeinerung für Saucen, eine leckere Beigabe für Obstsalate oder für Desserts und Aufläufe.

Johannisbeere, rot

Johannisbeeren wachsen an winterkahlen, 1-2 m hohen Sträuchern. Die in Trauben zusammensitzenden Beeren sind 5-10 mm groß, rund, glatt, meistens rot bis dunkelrot, mit mehr oder weniger herb-säuerlichem Aroma. Im Innern befinden sich kleine Samenkörner.

Die Heimat der Johannisbeere ist Nordosteuropa und Nordwestasien. Anbau erfolgt in allen Ländern der gemäßigten und kalten Zone der nördlichen und südlichen Halbkugel. Erntezeit in Schweiz ist von Anfang Juni bis Ende August. Importe kommen hauptsächlich aus Holland und Belgien.

Wertvolle Inhaltsstoffe sind: Kalium, Calcium, Phosphor, viel Pektin, reichlich Fruchtsäuren, besonders Zitronensäure, und vor allem Vitamin C. Rote Johannisbeeren gehören zu den säurereichsten Früchten und liefern wichtige Ballaststoffe.

 Johannisbeeren eignen sich nicht zu langer Lagerung. 

Johannisbeeren, von den Stielen gelöst und gewaschen, sind eine beliebte säuerlich-erfrischende Frucht für den Rohgenuss. Ihre Verwendungsmöglichkeiten sind höchst vielseitig: zu Kompott, Marmelade, Gelee, Speiseeis, Sorbets, als Auflage zu Kuchen und Torten, zu Cumberlandsoße und Saft.

Johannisbeere, schwarz

Schwarze Johannisbeeren sind die Früchte eines bis 2 m hohen Strauches. Die Beeren sind 5-10 mm groß und wegen ihres hohen Anthocyan-Gehalts in der Schale schwarz-violett gefärbt.

Die Heimat der schwarzen Johannisbeere ist in Mittel- und Osteuropa sowie in einigen asiatischen Ländern. Anbau findet in den Ländern der gemäßigten Zone statt. Reifezeit der Beeren aus Schweiz ist Juli/August. Beträchtliche Importe kommen aus Polen, Holland und Frankreich.

Schwarze Johannisbeeren sind reich an Kalium, Calcium, Phosphor, Pektin und Fruchtsäuren. Ungewöhnlich hoch ist der Gehalt an Vitamin C sowie an sogenannten P-Faktoren (P steht für Permeabilität, d. h. Durchlässigkeit der kapillaren Blutgefäße). Vom gesundheitlichen Standpunkt aus ist die Schwarze Johannisbeere die wertvollste Beerenobstart.

Schwarze Johannisbeeren sind nur beschränkt lagerfähig.

Milder schmeckende Sorten sind durchaus für den Rohgenuss geeignet, z. B. in Quarks oder Puddings. Außerdem lassen sich aus schwarzen Johannisbeeren köstliche Marmeladen, Konfitüren und Geeles herstellen.

Johannisbrot (Karobben)

Diese Frucht, diente der Bibel nach Johannes dem Täufer in der Wüste neben Heuschrecken als Nahrung, daher der Name "Johannisbrot". Es wächst in Büscheln hängend (wie Bohnen) an dem bis zu 18m hohen, immergrünen Johannisbrotbaum. Die flache hell- bis dunkelbraune, hartschalige 10-30cm lange Frucht besitzt ein rötliches, fleischiges Fruchtmark. Sie riecht leicht ranzig, dabei aber angenehm süß.

Als Heimat des Johannisbrotbaumes wird die arabische Halbinsel angesehen. Heute deckt sich der klimatische Lebensbereich mit den Standorten der Zitruskulturen, und man trifft ihn im gesamten Mittelmeergebiet an. Haupteinfuhrzeit für Johannisbrot ist September- Oktober. Doch ist es das ganze Jahr über erhältlich, wobei Spanien der Hauptlieferant ist.

Das Fruchtmark enthält viel Zucker (30-50%) und ist reich an Calcium und Phosphor. Der etwas ranzige Geruch ist auf geringe Mengen an Isobuttersäure zurückzuführen. Die Früchte regen die Magen- und Darmtätigkeit an und haben eine leicht abführende Wirkung.

Johannisbrot kann sowohl roh mit Hülle gegessen als auch weiterverarbeitet werden zu vielen verschiedenen anderen Produkten wie Branntwein, Kaffee-Ersatz (Karubenkaffee), Stabilisator in Backwaren oder Hustenmittel.

Kaki

Der aus dem Griechischen kommende Gattungsname "Diospyros", übersetzt "Göttliches Feuer", charakterisiert die intensive, von gelborange bis tiefrot leuchtende Farbe der Kaki auf das treffendste. In ihrer Beschaffenheit ähnelt die Kaki einer Tomate. Unter der dünnen Haut steckt ein geleeartiges Fruchtfleisch mit 8 bis mehr Kernen. Ihr süßes, birnen- und aprikosenartiges Aroma entfaltet die Kaki erst im überreifen Zustand; dann hat das Fleisch seinen hohen Gehalt an Gerbstoff (Tannin) verloren und damit seine zusammenziehende Wirkung. Eine besonders schmackhafte Sorte unter den Kaki-Früchten stellt die Neuzüchtung Sharon dar; geschmacklich erinnert diese Kernlose an Quitte, Birne und Aprikose.

Die Heimat der Kaki ist in Japan, wo sie zu den beliebtesten Früchten überhaupt zählt, außerdem in Süd-Korea und China. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad wird sie mittlerweile auch in Israel, Italien, Frankreich, Australien, Neuseeland, Brasilien, Peru, Chile und anderen subtropischen Ländern kultiviert. Importe von Kakis erreichen uns von Oktober bis Dezember aus Italien und Spanien, von Mitte November bis Ende Februar aus Israel ("Sharon") und von März bis Juli in der Hauptsache aus Brasilien.

Die Kaki ist als rasche Energiequelle brauchbar; sie enthält 13-19 % Glucose und ist zudem reich an Vitamin C und insbesondere an Provitamin A. Letzteres wird für Haut und Augen benötigt. Eine Kaki deckt in dieser Hinsicht beinahe den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Noch feste Kakis können im Kühlschrank 2 bis 3 Wochen aufbewahrt werden; bei reifen Früchten ist das anders, sie sollten schnell verbraucht werden, da sie sonst mit zunehmender Reife matschig werden.

Die Kaki ist ein Beispiel dafür, dass nicht immer das Aussehen einer Frucht den Geschmack bestimmt. Die Kakifrucht ist nämlich erst im überreifen Stadium am geschmacklichen Zenit angelangt, was wohl zu der anfänglichen Ablehnung dieser Frucht gegenüber beigetragen hat. Kakis verzehrt man roh und ohne Schale. Der Eigengeschmack wird durch Zugabe von etwas Zitronensaft positiv unterstützt. Zahlreich sind die Verwendungsmöglichkeiten zu Obstsalaten, Kompotten, Konfitüren, Mus, Quarkspeisen usw.

Kaktusfeige

Kaktusfeigen oder auch Kaktusbirnen nennt man die ovalen, etwa gänseeigroßen, essbaren Beerenrüchte der Opuntien. Unter ihrer stacheligen Haut befindet sich ein zartsüßes, saftiges Fruchtfleisch. Die Schale weist, je nach Reifegrad, eine grüne, rötliche, lachsfarbene, gelbe oder tiefbraune Farbe auf. Sie ist besetzt mit kleinen, warzenartigen Erhebungen, auf denen zahlreiche feine, fast unsichtbare Stachelhärchen sitzen. Das erfrischende, fein säuerlich schmeckende Fruchtfleisch ist gelborange bis rot, durchsetzt mit kleinen, essbaren Kernen. Der Geschmack ist süß bis leicht säuerlich und erinnert an den der Birne.

Die Heimat der Kaktusfeige ist vermutlich Mexiko. Heute erfolgt der systematische Anbau in Mittel- und Südamerika, in Kalifornien, Australien, Südafrika und den meistern Mittelmeerländern. Hauptlieferant für unsere Märkte ist Italien (Juli bis November), daneben liefern noch viele andere Länder wie Israel, Spanien, Südafrika usw. die somit ganzjährig erhältliche Frucht.

Wertgebende Inhaltsstoffe der Kaktusfeige sind: 7-10 % Zucker, die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor, Vitamine der B-Gruppe und ein verhältnismäßig hoher Gehalt an Vitamin C. Den Früchten wird eine den Cholesterinspiegel senkende Wirkung zugeschrieben.

Kaktusfeigen dürfen nie mit bloßen Händen angefasst werden. Am besten trägt man beim Schälen der Früchte Küchenhandschuhe. Es gibt jedoch auf unseren Märkten auch gebürstete Früchte, denen die Stacheln weitgehend entfernt wurden. Trotzdem Vorsicht!

Zum Essen wird die Kaktusfeige der Länge nach halbiert und einfach ausgelöffelt. Die mexikanische Variante geht so: Frucht auf eine Gabel spießen, an beiden Enden je eine flache Scheibe abschneiden, die Fruchthaut mit einem Messer der Länge nach bis ins Fleisch aufschlitzen und abziehen. Das Fruchtfleisch kann man dann in Scheiben oder Stücke geschnitten servieren. Am besten schmecken die Früchte gut gekühlt und mit Limettensaft beträufelt. Andere Verwendungsmöglichkeiten: Obstsalate, Salate mit Schinken, Geflügel, Räucherforellen, Scampis, für Sorbets, Kompott, Eiscreme usw.

Kapstachelbeere (Physalis)

Die Kapstachelbeere zeichnet sich durch die einzigartige Verpackung jedes einzelnen Früchtchens aus. Die hellbraune, lampionähnliche Hülle, der vergrößerte Blütenkelch, birgt im Inneren eine etwa kirschgroße Frucht. Die grünlichgelben bis leuchtendgelben, saftigen Beeren sind angenehm süß-säuerlich mit intensivem Aroma.

Die Heimat der Kapstachelbeere ist die Andenregion zwischen Venezuela und Chile. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie am Kap der guten Hoffnung, dem Vorgebirge an der Südspitze Afrikas, eingeführt und fand dort großen Anklang, deshalb der Name. Hauptexportländer für Europa sind Kolumbien, Südafrika, Ecuador und Madagaskar. Kapstachelbeeren sind das ganze Jahr über erhältlich.

Kapstachelbeeren sind reich an Vitamin A, C und B sowie Phosphor und Eisen.

Kapstachelbeeren sind auch sehr gut zum Tiefgefrieren geeignet.

Kapstachelbeeren aus der Hülle lösen, waschen und roh verzehren. Die kleinen Samenkerne darf man mitessen. Besonders lecker sind Kapstachelbeeren in Obstsalaten, Desserts oder als Kuchenbelag.

Kantaloupe-Melonen

Kantaloupe-Melonen stammen ursprünglich aus Cantalupo bei Ascona in Italien. Kantaloupe-Melonen sind rund bis platt und relativ klein. Bisweilen sind die meist stark gerippten Früchte der echten Kantaloupe-Melone mit Warzen bedeckt, aber niemals genetzt. 

Die Herkunft der Zuckermelone gilt nicht als gesichert - entweder die subtropischen und tropischen Steppengebiete Afrikas oder Vorderasien und das südliche Asien. Anbau erfolgt in allen wärmeren Ländern, vor allem in den Mittelmeerländern Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Israel. Zuckermelonen sind ganzjährig im Angebot mit Hauptsaison im Sommer. Außereuropäische Importe erhalten wir je nach Saison aus Südafrika, Israel, Neuseeland, aus Ecuador, Mexiko, Chile und Kolumbien. Die Spitze teilen sich die Mittelmeerländer und Südamerika.

Melonen bestehen zu 90 % aus Wasser. Erwähnenswert ist ihr Gehalt an Zucker, Phosphor und Calcium sowie an Provitamin A und Vitamin C.

Melonen sind heiß begehrte Durststiller. Grundsätzlich sollte man sie vollreif und kühl genießen. Zum Rohverzehr halbiert man die Früchte, entfernt mit einem Löffel die Kerne, schneidet sie in Segmente und serviert diese mit Messer und Gabel. Melonen dienen als Vorspeise oder Dessert, aber auch zu Geflügel-, Krabben- oder Krebssalat, zu Obstsalat, Speiseeis oder Sorbet bieten sie sich an.

Karambola (Sternfrucht)

Die Karambola ist eine längliche Frucht von ca. 7-12 cm mit scharfkantigen Längsrippen. Schneidet man die Frucht in Scheiben, entstehen sehr dekorative Sterne ("Sternfrucht"). Die Farbe ist durchscheinend grünlichgelb, bei Vollreife kräftig gelb, glatt und wachsartig. Das knackige, saftige Fleisch ist aromatisch süßsäuerlich und von intensivem Duft.

Die Karambola ist in Südostasien beheimatet. Aus Malaysia, Israel, Brasilien und Thailand kommt sie ganzjährig auf unsere Märkte. Die Karambola ist reich an wichtigen Mineralstoffen wie z. B. Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Provitamin A und Vitamin C.

Sternfruchtscheiben sind auch ein vorzügliches Putzmittel für Messinggegenstände: Diese damit einreiben, eine kurze Zeit einwirken lassen und polieren.

Karambolas sind erfrischende Früchte für den Rohverzehr. Sie lassen sich prima für Obstsalate und Süßspeisen verwenden. Die dünne Haut der reifen Frucht läßt sich leicht abziehen, kann aber auch mitgegessen werden. In Sekt oder Cocktails schwimmend sind Karambolas auch ein optischer Hit.

Kirsche

Die zum Steinobst zählenden Kirschen wachsen an bis zu 20 m hohen Bäumen. Jeder kennt sie. Die rundlichen Früchte sind verschiedenfarbig: gelb, rötlich bis fast schwarz. Der Fruchthandel unterscheidet zwischen Süßkirschen, Sauerkirschen und süßsauren Bastardkirschen, wobei letztere weniger von Bedeutung sind.

Die Heimat der bereits bei den Römern bekannten Kirsche ist das gesamte europäische und asiatische Festland. An der Entstehung der zahllosen zeitgenössischen Kulturformen sind in der Hauptsache die Vogelkirsche und Wildformen der Sauerkirsche beteiligt gewesen. Kirschen werden heute weltweit in der gemäßigten Zone angebaut. Europa ist mit 75 % an der Weltproduktion beteiligt, wobei Italien und Schweiz führend sind. An Bedeutung gewinnt der Anbau in den osteuropäischen Staaten. Obwohl die heimische Ernte beachtlich ist, werden noch erhebliche Mengen importiert, u. a. aus Italien, Frankreich, Griechenland und Ungarn. Die Hauptsaison für Kirschen ist bei uns Juni/Juli.

Im Wesentlichen sind Kirschen reich an Kalium, Phosphor, Eisen und den Vitaminen B1, B2, B6 und C.

Kirschen – entsteint oder nicht – eignen sich exzellent zum Einfrieren.

Süßkirschen ("Tafelkirschen") werden in der Hauptsache roh und frisch verzehrt, Sauerkirschen weniger. Kirschen werden zubereitet zu Kompotten, Obstsalaten, Desserts, Kaltschalen, Marmeladen, Saft usw. Kirschen lassen sich gut einmachen. Außerdem ist ihre Verwendung als Kuchen- und Tortenbelag beliebt.

Kiwan

Die mit Gurken und Melonen verwandte Kiwano ist eine ca. 15 cm lange Frucht, die, wenn sie reif ist, leuchtend orangegelb gefärbt und mit warzenartigen Stacheln besetzt ist. Im unreifen Zustand ist die Kiwano grün. Das geleeartige, dunkelgrüne Fruchtfleisch, in das zahlreiche Kerne eingebettet sind, erinnert im Geschmack an eine Mischung aus Banane und Limette mit einer leichten Gurkennote. Dieser köstlich erfrischenden Frucht könnte eine ähnliche Zukunft wie der Kiwi beschieden sein. 

Die Kiwano stammt aus der Kalahariwüste. Mittlerweile hat man diese afrikanische Wildgurke in Italien, in Südafrika, Kenia und Israel erfolgreich in Kultur genommen. In letzter Zeit wird sie bei uns aus Neuseeland angeboten. Von Januar bis Juni kommt sie auf den europäischen Markt.

Die Kiwano ist reich an Kalium und Magnesium.

Im Kühlschrank hält sich die Frische der Kiwano nur kurze Zeit.Für den Frischverzehr schneidet man die Frucht in der Mitte durch und löffelt das Fleisch samt Kernen aus. Eine geschmackliche Verfeinerung erfährt dieses durch die Zugabe von Zitronensaft und Schlagsahne. Die Farbe und Konsistenz der Kiwano erinnert stark an Götterspeise; deshalb eignet es sich hervorragend zum Dekorieren von Fruchtsalaten und kalten Platten. Aber auch für Süßspeisen, Getränke und als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten kann man die Kiwano verwenden.

Kiwi

Die strauchartige Kiwipflanze wird meterlang und an Gerüsten oder Pfählen gezogen. Fast 70 kg Früchte hängen traubenartig an der Pflanze; je mehr, umso kleiner die Einzelfrucht. Die länglich-ovale Kiwi mit der rostbraunen, pelzig-behaarten Haut ist ca. 5-8 cm lang, hat ungefähr 5 cm Durchmesser und 65 bis 100 g Gewicht. Das Fruchtfleisch ist grasgrün mit weißer Mitte und vielen kleinen, schwärzlichen Samenkernen. Der köstliche Geschmack der Kiwi wird gerne als Mischung aus Stachelbeeren, Melone und Erdbeeren beschrieben.

Die Heimat der Kiwi sind die hochgelegenen Waldgebiete Chinas und Taiwans. Schwerpunktmäßig wird sie heute in Neuseeland angebaut. Dort erhielt sie auch ihren Namen, abgeleitet vom National- und Wappentier Australiens, dem putzigen, in Erdlöchern lebenden flügellosen Waldvogel Kiwi-Kiwi. Angebaut wird sie außer in Neuseeland auch in Australien, Kalifornien, Südafrika, Südamerika und in den Mittelmeerländern. Kiwis haben eine einzigartige Karriere hinter sich. Die saftigen Früchte, die in Schweiz, dem größten Absatzmarkt der Welt, kaum noch als Exoten gelten, sind das ganze Jahr über erhältlich.

Von den n müssen erwähnt werden: die Mineralstoffe Calcium, Kalium und Eisen sowie Vitamin C, aber auch Spurenelemente und Ballaststoffe. Kiwis kräftigen das Immunsystem, beschleunigen den Stoffwechsel, festigen Gefäße (Venen) und Bindegewebe und stimulieren die Muskeltätigkeit, speziell im Herzmuskel. Beim Einkauf sollte man darauf achten, daß Kiwis nicht zu weich oder zu hart sind. Mittelharte Früchte haben einen optimalen Reifegrad und das volle Aroma. Im Kühlschrank sind Kiwis einige Tage haltbar.

Als Frischfrucht genießt man Kiwis am besten gut gekühlt. Dazu schneidet man sie quer durch und löffelt sie aus; man kann sie aber auch schälen und in Scheiben geschnitten servieren. Die feinen Samenkerne isst man mit. Verfeinern kann man den ohnehin schon feinen Geschmack der Kiwi mit Zitronen- oder Orangensaft, Vanillesoße, Himbeergeist, Weinbrand oder Schlagsahne. Auch zum Garnieren von Süßspeißen, Salaten, Käseplatten usw. empfehlen sich Kiwis als appetitanregende Zierde.

Kokosnuss (Coconut)

Die Kokosnuss und Kokospalme sind Inbegriff für Sommer, Sonne, Strand und Meer. Bei dem Genuss des süß- säuerlichen Kokoswasser oder des nussig schmeckenden Fruchtfleisches kommen unweigerlich Urlaubsgefühle auf. Die Frucht wächst an den 20-30m hohen Kokospalmen die je nach Sorte und Alter 50- 180 Nüsse pro Jahr tragen. Genaugenommen handelt es sich gar nicht um Nüsse, sondern um Steinfrüchte, die mit Ihrer Schale bis 2,5 kg wiegen. Die eigentliche Nuss ist der Kern der Frucht und wiegt 0,5 bis 1 kg.

Die ursprüngliche Herkunft der Kokosnuss ist ungewiss, da sie auf dem Wasser treibend mehrere tausend Kilometer zurücklegen kann ohne dabei ihre Keimfähigkeit zu verlieren. Wahrscheinlich stammt sie aus dem tropischen Melanesien, das sind Inselgruppen im südwestlichen Stillen Ozean. Heute gedeihen die Kokosnüsse in sämtlichen Tropengebieten, in Meeresnähe, wo sie der Seebriese ausgesetzt sind. Die Saison der Kokosnüsse ist ganzjährig, wobei die Dominikanische Republik mit Abstand unser Hauptlieferant ist. 

Kokosnüsse haben einen sehr hohen Fettgehalt von 36,5%, die Mineralstoffe Kalium, Phosphor und Eisen sowie Vitamine der B- Gruppe.

Um an den leckeren Inhalt der Nuss zukommen, muss man durch zwei der drei "Augen" des Steinkerns einen Nagel schlagen. Durch das eine Loch lässt man die Kokosmilch in eine Schale laufen während durch das andere Loch Luft zum Ausgleich strömen kann. Dann nimmt man die Nuss in die Hand und schlägt leicht mit einem Hammer entlang der Narbe auf die Schale, bis diese aufspringt. Nun ist es ganz leicht, an das leckere Fruchtfleisch zu kommen.

Besonders lecker schmecken Kokosnüsse geraspelt als Bestandteil in Ananas- und anderen Obstsalaten oder als frischer Snack für zwischendurch. bei Tag und bei Nacht.

Kumquat

Die Kumquat, bei uns nicht selten als Zierfrucht anzutreffen, ist die Frucht eines immergrünen, dornigen Strauches. Die Früchte sehen aus wie kleine Ausgaben von Orangen, stellen aber eine eigene Gattung dar. Sie sind die kleinsten bekannten Zitrusfrüchte überhaupt, weshalb sie auch als "Zwergorange" bekannt sind. Ihre Schale ist dünn und glatt, von gelber bis roter Farbe, aromatisch duftend. Die Schale der Kumquats ist zudem essbar. Zusammen ergeben die würzige Süße der Schale und der leicht säuerliche Orangengeschmack des Fruchtfleisches eine höchst interessante wohlschmeckende Geschmackskombination.

Ein englischer Botaniker brachte die Kumquat im Jahre 1846 nach Europa. Die im südöstlichen China und Indochina beheimatete Frucht wächst überall dort, wo auch Orangen gedeihen. In der Hauptsache wird sie aber in China, Japan, in Nord- und Südafrika, Nord- und Südamerika sowie in einigen Mittelmeerländern angebaut. Die Saison für Kumquats ist in den Herbst- und Wintermonaten. Lieferungen erreichen uns aus Israel, Südafrika, Italien, Marokko, Spanien und Brasilien.

Kumquats sind reich an Calcium und Vitamin C. Kumquats kommen unbehandelt in den Handel, so dass man die Schale unbesorgt – allerdings gewaschen – mitessen kann.

Kumquats werden in der Regel als Frischfrucht samt Schale und Kernen gegessen. Man verwendet Kumquats für Obstsalate, Cremes, Süßspeisen, Torten, zur Garnierung von Wild- und Geflügelbraten usw. Tiefgefroren kann man sie anstelle von Eiswürfeln Mixgetränken beigeben. Weiter kann man die Früchte zu Kompott, Marmelade, Konfitüre usw. verarbeiten.

Limequat

Die Limequat ist eine Kreuzung aus Limette und Kumquat. Die Neuzüchtung ist weniger kälteempfindlich und robuster. Limequats wachsen wild an hohen, dornigen Sträuchern. Größe und Form verdanken Limequats ihren Vorfahren, den Kumquats oder Limetten. Unter ihrer dünnen, glatten, gelb bis grünen Schale befindet sich ein saftiges, leicht säuerliches, sehr erfrischendes Fruchtfleisch.

Limequats werden in fast allen tropischen und subtropischen Ländern angebaut. Bei uns werden sie von Oktober bis April angeboten. Importe kommen aus Israel, den USA, Italien und Südafrika. Limequats sind reich an wichtigen Mineralstoffen und Vitamin C.

Die Frucht sollte vorsichtig behandelt werden; sie ist druckempfindlich und wenig haltbar.

Die Schale von Limequats ist essbar; da die Früchte unbehandelt sind, kann man sie auch unbesorgt mitessen. Limequats eignen sich aber nicht nur zum Frischverzehr, auch zum Verfeinern von Fleisch- und Fischgerichten finden sie Verwendung. Außerdem lassen sie sich gut für Marmeladen, Konfitüren, Cocktails und Longdrinks nutzen.

Litchi

Litchis wachsen büschelweise an halbhohen Bäumen. Die leuchtend roten bis braunen Früchte haben einen Durchmesser von 3-4 cm. Die Haut der Litchi ist spröde und von noppenartiger Struktur. Das unter der Schale sitzende saftreiche Fruchtfleisch ist weißlich, perlmuttartig durchschimmernd und von einem feinen, säuerlich-süßen, an Muskat erinnernden Geschmack. Im Inneren der Frucht befindet sich ein haselnussgroßer, ungenießbarer Kern. 

Litchis wurden bereits vor 3 000 Jahren im alten China kultiviert. Die Litchi gilt in China als die feinste aller Früchte. Heute wird sie in vielen subtropischen Gebieten der Welt angebaut wie z. B. Asien, Südafrika, Madagaskar, Neuseeland, Brasilien, Israel. Die Frischfruchtimporte kommen von Anfang Dezember bis in den Sommer hinein auf unseren Markt. Hervorzuheben ist der hohe Vitamin-C-Gehalt der Frucht.

Litchis sollten möglichst schnell verbraucht werden. Sie lassen sich im Gemüsefach des Kühlschranks aber einige Tage lagern.

Litchis werden überwiegend roh verzehrt. Hierzu befreit man das Fruchtfleisch wie ein gekochtes Ei von der spröden Schale. Litchis lassen sich gut mit anderen exotischen Früchten in Obstsalaten kombinieren. Ihr feines, erfrischendes Aroma harmoniert außerdem ausgezeichnet mit vielen Süßspeisen, aber auch als Verfeinerung von Saucen zu Fleisch-, Fisch- und Geflügelgerichten empfehlen sich Litchis als Beigabe.

Longan

Die mit der Litchi verwandte Longan ist eine auf bis zu 20m hohen Bäumen wie Trauben in Büscheln wachsende Schließfrucht. Sie hat einen Durchmesser von ca. 2-2,5cm und eine bräunliche feste Schale. Das lieblich duftende Fruchtfleisch ist hellglasig wie das der Litchi. Es schmeckt angenehm aromatisch und leicht säuerlich. Im Inneren der Frucht verbirgt sich ein nicht eßbarer Kern.

Die aus China stammende Frucht ist heute als Obst- und Zierbaum in den Tropen der alten und neuen Welt verbreitet. Schwerpunkte des Anbaus liegen in Südchina, Taiwan und Indien, aber auch Hawaii und Israel. Frischfruchtimporte erreichen uns in unbedeutenden Mengen von Juni bis August aus Thailand und im Oktober aus Israel auf dem Luftweg. Ganzjährig werden sie in Konserven aus Taiwan und China importiert.

Hervorzuhebende Inhaltsstoffe der Longanfrucht sind Zucker, Mineralstoffe wie z.B Kalium und ein hoher Vitamin C Anteil (56mg%).

Die frische Frucht sollte wegen der geringen Haltbarkeit möglichst schnell gegessen werden. Man kann sie bei niedrigen Temperaturen (1,5°C) im Kühlschrank aber einige Tage lagern. Bei Zimmertemperatur sind sie nur 1-2 Tage haltbar.

Besonders lecker und erfrischend schmeckt die Frucht roh und leicht gekühlt, nachdem man die harte Schale entfernt hat. Je nach Belieben kann man sie mit Zucker oder Zimtzucker verfeinern oder mit anderen exotischen Früchten in einem Obstsalat mischen.

Unsere Partner:

PepeRolli